ratgeber: bekleidung


Wer sich fürs Motorradfahren entscheidet sollte auf garkeinen Fall an der Schutzkleidung sparen. Diese kann dir das Leben retten. Selbst bei Stürzen mit geringem Tempo kann man sich erhebliche Verletzungen zuführen, egal ob bei 125ccm, 250ccm oder 1000ccm. Es gibt zwar tatsächlich Leute die mit kurzen Ärmeln, kurzer Hose und meist DB Killer raus und GoPro auf dem Helm ein auf ganz cool machen, aber glauben Sie mir, dass sind die Leute die nix weiter können als ohne Talent am Gashahn zu drehen. Solche Leute ziehen den Ruf der Biker meist in den Dreck. Deshalb sollte man sich an denen kein Beispiel nehmen.

 

Handschuhe:

Handschuhe sind zwingend notwendig. Bei einem Sturz versucht der Mensch sich aus Reflex mit den Händen abzustützen, wer bei einem Sturz aus z.B 70km/h keine Handschuhe trägt.. naja Sie können es sich denken.

Beim Kauf sollten Sie auf das Material der Handschuhe achten, Leder ist meist die beste Wahl. Zudem sollten die Handschuhe Protektoren haben um Ihre Hände bestmöglich zu schützen. Auf keinen Fall sollten Sie mit einfachen Stoff Handschuhen rumfahren.

 

Stiefel:

Die Motorradstiefel/ Schuhe sollten mindesten Knöchelhoch sein, eine feste Sohle haben und eine Verstärkung besitzen die die Schuhe steifer macht. Es ist jedoch wichtig den Spagat zwischen Sicherheit und Komfort zu finden, da müssen Sie entscheiden mit was Sie besser zu recht kommen. Ich persönlich fahr auf meiner Supermoto immer mit extrem festen und steifen Motocross Stiefeln, ich hab mich dran gewöhnt und finde die absolut super. Auch wenn es am Anfang ungewohnt ist, die Sicherheit ist mir wichtiger. Ratsam wäre es, die Motorradstiefel/ Schuhe im Laden zu testen.

 

 

 

Helm:

Beim Helm sollte auf keinen Fall gespart werden, auch wenn günstige Helme auf den ersten Blick genau so aussehen wie die teuren, unterscheiden Sie sich jedoch meist erheblich im Aufprallschutz, Windgeräuschen, Komfort und Gewicht. Überlegen Sie sich welcher Helm zu Ihnen und Ihrem Motorrad passt. Auf Sportlern ist natürlich ein Integralhelm empfehlenswert da hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Auf Supermoto/ Enduros sehen Crosshelme natürlich besser aus, da ist es jedoch wichtig eine gute Brille zu tragen um die Augen zu schützen. Dreck im Auge ist nicht so schön beim Motorrad fahren. Für Tourenbikes gibt es auch noch spezielle Helme mit Sonnenschutz, Klappfunktion, Vorbereitung für ein Kommunikationsgerät etc.. Gute Helme gibt es in der Regel schon ab 150 Euro.

 

Kategorien

 

  • Geschlossener Integralhelm/Full Face Helmet: klassische Bauform, Kopf immer vollständig umschlossen
  • Klapphelm/Flip Up Helmet: wie geschlossener Integralhelm, aber mit hochklappbarem Kinnbügel

  • Crosshelm/Off Road Helmet: Ohne Visier, Crossbrille erforderlich, mit Helmschirm

  • Jethelm/Open Face Helmet: Kopf nicht vollständig umschlossen, Gesicht frei.

  • Schalenhelm: einfache Kunststoffschale mit Kinnriemen, ohne ECE-Prüfung, niedriges Schutzpotenzial.

 

 

Lederkombi/ Textilkombi:

Lederkombis halten mehr aus und sind nach einem Sturz wiederverwertbar, sind aber meist sehr teuer.

Textilkombis kosten weniger, können aber auch weniger. Nach einem Sturz sind diese meist zerfetzt.

Wenn Sie das Geld über haben würde ich immer zur Lederkombi greifen, diese ist sehr resistent und schützt sehr gut. Es gibt viele verschiede Lederkombis aus verschieden Tierhäuten, dabei kommt es darauf eigentlich garnicht an. Suchen Sie sich eine Lederkombi aus dem mittleren Preissegment aus, so fahren Sie immer auf der sicheren Seite und geben nicht tausende Euros für etwas aus was Sie garnicht brauchen. Falls Sie mit Ihrem Rennbike jede Woche auf der Rennstrecke unterwegs sind, sieht die Sache natürlich anders aus.

 

Textilkombis sind meist nicht so resistent wie Leder. Jedoch gibt es heutzutage auch sehr gute und stabile Textilkombis für einen relativ günstigen Preis. Also es ist auf keinen Fall eine Schade mit einem Textilkombi rumzufahren, vorallem wenn man nur mal an Sonntagen eine gemütliche kleine Tour im Rahmen der StVO fahren möchte. Für den Normalo Biker reicht eine Textilkombi voll und ganz. Auch da würde ich mich allerdings im mittleren Preissegment bewegen.

 

Bei beiden Varianten ist gilt jedoch: Es sollten immer Protektoren vorhanden sein, Knie, Ellenbogen und Rückenbereich sollten gut geschützt sein.

 

Allgemein:

 

Gute Motorradkleidung sollte …

 

  • den Körper beim Sturz schützen,

  • Wind und Feuchtigkeit abhalten,

  • vor Temperaturen (Kälte und Hitze) schützen,

  • für einen Temperaturausgleich sorgen,

  • Bewegungsfreiheit bieten aber trotzdem eng genug anliegen

  • einfach an und ausziehbar sein

  • Reflektionsstreifen haben oder farbig sein um gesehen zu werden.